Depot einrichten 2023 – In wenigen Schritten zur Depoteröffnung

Einsteigen und losfahren – was beim Autokauf üblich ist, gilt auch für den Aktienmarkt. Anleger müssen nach einem passenden Broker suchen, dort ein Aktiendepot einrichten und anschließend nur noch Geld überweisen und Aktien und andere Wertpapiere im Depot anlegen. Nachfolgend werden alle diese Schritte inklusive Tipps und Tricks im Detail erklärt.

Wer sich ein Depot einrichten möchte, muss zunächst ein paar Minuten Zeit in die Suche nach einem geeigneten Broker investieren. Dieses Investment wirft in jedem Fall eine üppige Rendite ab: Die Kostenunterschiede auf dem deutschen Markt können schon bei mittelgroßem Depotvolumen und verhaltender Trading-Aktivität in den vierstelligen Bereich gelangen.

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1. Aktiendepot Online-Vergleich: Welcher Broker passt zum Anlagestil?

Sehr grob skizziert sind die Gebührenmodelle von Brokern vergleichbar mit denen von Mobilfunkanbietern. Manche Handyverträge locken mit niedrigen Fixkosten – dafür schlägt jede Minute und jede Nachricht mit höheren Kosten zu Buche. Im Mobilfunkbereich werden solche Tarife idealerweise von Wenigtelefonierern gewählt. Genauso sollte es auch beim Aktiendepotvergleich sein: Wer selten handelt oder das Depot sogar ausschließlich für Wertpapiersparpläne nutzt, braucht einen Anbieter ohne Fixkosten.

Aktiendepot Online-Vergleich

Viele Mobilfunkanbieter locken Durchschnitts- und Wenignutzer mit sehr einfach gehaltenen Preismodellen: Pro Minute und SMS wird stets derselbe Cent-Betrag fällig. Auch dazu findet sich eine Analogie im Brokerage: Einige Broker verlangen für jede Order eine pauschale und volumenunabhängige Gebühr. Im börslichen Handel müssen zwar zusätzlich Börsengebühren entrichtet werden – dennoch sind die Gebühren sehr transparent und einfach nachzuvollziehen.

Einige Handyverträge werden mit „Fallschirmen“ oder „Kostenblockern“ beworben. Diese Variante ist im Brokerage sehr geläufig, auch wenn sie sich nicht auf die Kosten eines bestimmten Zeitraumes, sondern auf die Gebühren für jeden einzelnen Trade bezieht. Sehr viele Broker deckeln die volumenabhängige Provision bei 40 bis 100 Euro. Wer häufig größere Trades durchführt, sollte auf diesen „Kostenblocker“ besonders großen Wert legen.

2. Postident und Fragen zur Anlageerfahrung

Anleger können bei den meisten Brokern ihr Aktiendepot online einrichten. Wie auch bei der Eröffnung von Einlagen- und Zahlungsverkehrskonten üblich muss das Postident-Verfahren zur Feststellung der Identität des Kunden durchgeführt werden. In der Regel ist das neue Depot binnen weniger Werktage eingerichtet.

Anleger müssen im Prozess der Kontoeröffnung Fragen zu ihren bisherigen Erfahrungen im Handel mit Wertpapieren beantworten. Von den Antworten hängt ab, für welche Risikoklassen das Depot freigeschaltet wird. Es gibt insgesamt fünf Risikoklassen, wobei mit steigenden Klassen auch üblicherweise das Risiko beim Handel mit den in diesen Klassen eingruppierten Wertpapieren steigt.

Service bei Online Brokern

Zusammen mit dem Depot wird ein Verrechnungskonto eröffnet, zu dessen Gunsten Geld überwiesen werden muss, wenn Liquidität benötigt wird. Beim Eingang des Geldes sind alle PINs und TANs, die benötigt werden, um im Aktiendepot anlegen zu können, in der Regel bereits eingetroffen – es kann mit dem Handel gestartet werden. Alternativ akzeptieren manche Anbieter auch ein Referenzkonto eines anderen Kreditinstituts, von dem das erforderliche Kapital für Aktienkäufe eingezogen wird.

Die meisten Broker stellen Anlegern, die mit ihrem Depot online anlegen, im Rahmen ihrer Plattformen diverse Zusatzleistungen, zum Beispiel Echtzeit-Kursinformationen oder Tools zur Chartanalyse zur Verfügung, die den Erwerb kostenpflichtiger Angebote zumindest für Nicht-Professionelle Investoren überflüssig machen.

3. Depot einrichten – weitere Auswahlkriterien

Das wichtigste Merkmal bei der Wahl des passenden Brokers sind definitiv die Kosten. Sie sind aber ausdrücklich nicht das einzige Kriterium, das Trader näher unter die Lupe nehmen sollten:

  • Viele Banken oder Broker spezialisieren sich auf das Angebot bestimmter Finanzprodukte. Einige Anbieter haben tausende Fonds im Produktportfolio, andere setzen eher auf Zertifikate und wieder andere ermöglichen Zugang zu großen Wachstumsmärkten. Es gilt hier generell: Qualität vor Quantität. Anleger sollten sich nicht von der puren breite des Handelsangebots blenden lassen. Vielmehr kommt es darauf an, dass der Broker die Finanzprodukte anbietet, die der jeweilige Trader bevorzugt handelt.
  • Ein gewisses Maß an Servicequalität ist ebenfalls nicht außer Acht zu lassen. Gemeint ist hier nicht die Anlageberatung, sondern Hilfestellungen bei Problemen. Im Idealfall ist der eigene Broker natürlich vor Ort oder zumindest telefonisch zu erreichen. Aber auch durch interaktive FAQs oder Livechats lassen sich viele Anliegen klären.
  • Die Handelsplattform, über die das Trading läuft, sollte technisch auf dem neusten Stand sein. Das betrifft sowohl die Datenverschlüsselung als auch das Interface an sich. Anlegern sollte sich eine möglichst übersichtliche und individuell gestaltbare Software präsentieren. Je nachdem wie erfahren der Anleger ist, müssen weitere Kriterien wie etwa die Tools zur technischen Analyse oder die Einstellmöglichkeiten in den Charts überprüft werden.
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4. Die Regulierung des Brokers

Broker sind Finanzdienstleister und verwahren Kundengelder. Entsprechend sollten sie von einer staatlichen Behörde überprüft werden, die sich in der EU befindet. Wer einen deutschen Broker sucht, ist in diesem Fall immer auf der sicheren Seite. Die deutsche BaFin gilt als eine der strengsten Regulierungsbehörden überhaupt und sorgt dafür, dass sich alle hier ansässigen Finanzdienstleister an geltendes Recht halten.

Aber auch die britische FCA und mit kleineren Abstrichen die zypriotische CySEC zählen zu den erfahreneren Regulierungsbehörden. Hat ein Broker seinen Sitz in London oder Nikosia, so können Trader ebenfalls von einem hohen Maß an Sicherheit ausgehen.

Online Broker Regulierung

5. Wie wichtig ist mir eine fundierte Anlageberatung?

Der Handel an den internationalen Finanzmärkten ist vergleichsweise komplex. Je nach persönlicher Handelserfahrung ist es daher unter Umständen notwendig, Anlageberatung in Anspruch zu nehmen. Doch Vorsicht: Beratung ist immer mit Kosten verbunden und muss nicht zwangsweise gut sein. Auf dem Markt ist daher zwischen drei verschiedenen Beratungsmodellen zu unterscheiden:

Persönliche Beratung

Vor allem Sparkassen und Volksbanken, aber auch andere stationäre Banken werben mit Persönlichkeit. Es ist jederzeit möglich, einen Termin bei einem Anlageberater zu machen und über die aktuelle Vermögenssituation zu sprechen. Der Vorteil: Der Berater kennt die Präferenzen des jeweiligen Anlegers nach einiger Zeit gut. Er kann Anlageempfehlungen mit Hinblick auf die Altersvorsorge, künftige Ausgaben (Nachwuchs, Immobilien, Autos) und die Risikoaversion des Anlegers geben. Die Betonung liegt auf „kann“.

Nicht immer sind Berater wirklich daran interessiert, ihren Kunden weiterzuhelfen. Einige Banken vergüten nach Provisionsmodellen. Der Berater bekommt dann kein Geld, wenn er besonders passenden Finanzprodukte verkauft, sondern besonders teuere. Ein gewisses Maß an Eigeninitiative und Fachwissen ist also auch bei der Inanspruchnahme von persönlicher Beratung vorausgesetzt.

Keine Beratung

Vor allem Direktbanken und reine Online-Broker setzten darauf, dass ihre Kunden bereits über ein gewisses Maß an Fachwissen verfügen. Sie bieten keine aktive Anlageberatung an und informieren maximal passiv über bestimmte Produkte. Passiv meint dabei, dass lediglich Videos und ausführliches Textmaterial zur Verfügung gestellt wird. Das ist deutlich kostengünstiger als die herkömmliche Anlageberatung, was sich meist dadurch bemerkbar macht, dass die Depots kostenlos geführt werden können.

Möglichkeit zur Beratung

Eine dritte Variante besteht darin, dass der Service für die Anlageberatung pauschal erstmal nicht im Angebot inbegriffen ist. Gegen ein gewisses Entgelt kann die Beratung aber hinzugebucht werden, wenn Bedarf besteht. Das hat für Trader den großen Vorteil, dass sie äußerst flexibel sind. Wenn Das Angebot nicht genutzt wird, kostet das Depot im Unterhalt meistens kein Geld. Wer gerne beraten werden möchte, zahlt leistungsabhängige Entgelte.

6. Fazit: Gebühren und Beratung als Auswahlkriterium

Auf dem Markt gibt es Hunderte Broker, bei denen Anleger ein Depot einrichten können. Den passenden zu finden, ist in der Praxis aber trotzdem vergleichsweise einfach. Zunächst müssen die Gebührenmodelle miteinander verglichen werden, um möglichst günstige Anbieter zu finden. Auf dieser Basis können dann weitere Informationen über die jeweiligen Finanzdienstleister eingeholt werden. Je nach persönlicher Erfahrung sollten Anleger vor allem auf das Beratungsangebot achten. Es gilt dabei, dass Beratung immer relativ hohe Kosten verursacht. Wer hierauf verzichten kann, sollte unbedingt Direktbanken oder Online-Broker als Depot-Partner nutzen. Eine weitere Möglichkeit bietet hier Intelligent Recommendations, die eine Plattform für Anlageempfehlungen, Einschätzungen oder Empfehlungen zur Marktentwicklung auf Basis kollektiver Intelligenz liefert.

Bilderquelle:

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